Kategorie: Pumpe/AID/CGM

Diabetestechnik

Was gibt es Neues in Sachen Diabetestechnik?

Neuigkeiten zur Diabetestechnik interessieren uns Menschen mit Diabetes brennend, richtig? Seid ihr immer up to date? Auf welchen Seiten informiert ihr euch über CGM-, Insulinpumpen- und AID-Systeme? Insbesondere in Facebook-Gruppen und Foren brodelt ja nicht selten auch mal die Gerüchteküche und sorgt für Verwirrung und Diskussion. Man stößt auf viele Fehlinformationen, die ohne seriöse Quellenangabe übermittelt werden. Manchmal kommt auch für den Hersteller einfach alles anders, als es ursprünglich geplant war. Unverhofft kommt oft. Wer sich schon einmal mit dem Medizinproduktegesetz und dem ganzen Drumherum auseinander gesetzt hat, versteht besser, warum es so lange dauern kann, bis uns unsere Wunschpumpe endlich erreicht. 

Selbstverständlich möchten wir alle die bestmögliche Therapie für uns finden bzw. sicher stellen, schließlich ist sie für unsere Gesundheit relevant. Aber was gibt es aktuell für Neuigkeiten aus dem Bereich Diabetestechnik bzw. welche Insulinpumpen, CGM- und AID-Systeme stehen denn aktuell überhaupt zur Wahl? Informationen dazu findet ihr unter:  Neuigkeiten aus dem Bereich Diabetestechnik (diese Seite von DIASHOP wird laufend aktualisiert). 

Weiterhin findet auch wieder das DIASHOP Online-Event statt:
Diabetestechnik live erleben – Mittwoch 18. Mai 2022, 17.30 bis 20.00 Uhr

  • Herstellerneutrale Präsentation der Systeme durch DIASHOP
  • Hersteller zeigen Ihre Systeme und beraten in eigenen Online-Räumen
  • Eine Diabetesberaterin ist für eure Fragen da
  • Austausch im virtuellen DIASHOP Café

Dazu könnt ihr euch hier anmelden: Jetzt zu Diabetestechnik live erleben anmelden

Last but not least, weil sich die Fragen häufen, was denn an den Gerüchten von den Accu-Chek Insulinpumpen dran sei, möchten wir euch an dieser Stelle noch Auskunft darüber geben. Selbstverständlich haben wir diese Informationen direkt vom Hersteller. 

Accu-Chek Insulinpumpen bald nicht mehr erhältlich – Zubehör bleibt

Roche Diabetes Care hat mitgeteilt, dass die Insulinpumpen Accu-Chek Insight und Accu-Chek Combo ab Mitte April 2022 nicht mehr zur Verfügung stehen. Man habe sich entschieden, „ab Ostern 2022 keine Neuverordnungen für Accu-Chek Insight, Accu-Chek Insight mit DBLG1 und Accu-Chek Combo entgegenzunehmen“, heißt es in einem Schreiben von Roche.

Wichtig für alle, die bereits eine Accu-Chek Insight oder Accu-Chek Combo Insulinpumpe tragen:
Das Zubehör für die Insulinpumpen bleibt weiterhin erhältlich. Innerhalb der Garantie wird man selbstverständlich weiterhin eine Ersatzpumpe erhalten, wenn Ihre Accu-Chek Insulinpumpe defekt ist. Roche will sich nun auf die breite Markteinführung einer neuen Insulinpumpe konzentrieren: der Accu-Chek Solo Mikropumpe, ein schlauchloses und modulares System. Wann dieses System verfügbar sein wird, steht noch nicht fest.

Diabetestechnik live erleben Online-Event

DIASHOP Online-Events: Diabetestechnik live erleben (18. Mai) + CGM und Bewegung (9. Mai)

Es ist so weit: Die beliebte herstellerneutrale Veranstaltungsreihe zu Insulinpumpen, AID- und CGM-Systemen „Diabetestechnik live erleben“ findet wieder statt. Der Termin am Mittwoch, den 18. Mai steht und ihr könnt euch auch schon anmelden für die Online-Veranstaltung auf Diashop.digital! Es ist ja auch einiges passiert am Insulinpumpen-, CGM- und AID-System-Markt, da wollen wir Menschen mit Diabetes immer up-to-date sein. Schließlich möchten wir im Sinne unserer Gesundheit alle die bestmögliche Therapie und Diabetestechnik für uns finden und sicherstellen.

Bei diesem Online-Event werdet ihr nicht nur aus sicherer Quelle informiert, welche Insulinpumpen, CGM- und AID-Systeme überhaupt zur Wahl stehen, sondern ihr könnt auch direkt mit Diabetesberaterinnen, Herstellern und dem DIASHOP Team in Kontakt treten. Stellt all eure Fragen, tauscht euch im DIASHOP Cafe aus und findet das passende System für euch. 

Die Teilnahme ist kostenlos. Das große Live-Event startet online am 18.Mai 2022 im 17:30 Uhr. Hier könnt ihr euch dafür registrieren, um euch einen Platz zu sichern: https://www.diashop.de/technik-zum-anfassen

DIASHOP freut sich euch herzlich in der virtuellen Welt begrüßen zu können. Das dürft ihr nicht verpassen! 

Diabetestechnik live erleben – Mittwoch 18. Mai 2022, 17.30 bis 20.00 Uhr

  • Herstellerneutrale Präsentation der Systeme durch DIASHOP
  • Hersteller zeigen Ihre Systeme und beraten in eigenen Online-Räumen
  • Eine Diabetesberaterin ist für eure Fragen da
  • Austausch im virtuellen DIASHOP Café

Dazu könnt ihr euch hier anmelden: Jetzt zu Diabetestechnik live erleben anmelden

Wir sehen und hören uns dann am 18. Mai?!

PS: Von unserer ersten Veranstaltung dieser Reihe hatten wir berichtet, lest und schaut es euch gerne an: 

„Diabetestechnik live erleben“: Das war los in der virtuellen DIASHOP Diabetes-Welt

 
Ein weiteres DIASHOP Online-Event, das ihr auf keinen Fall verpassen solltet: „CGM und Bewegung“, ein Online-Workshop mit Ulrike Thurm. Wer schon mal einen Workshop bei Ulrike mitgemacht hat, weiß, dass man immer viel dazu lernt, unabhängig wie erfahren man mit seinem Diabetes schon ist. 

CGM und Bewegung: Tipps aus der Praxis. Online-Workshop mit Ulrike Thurm – Montag 9. Mai 2022, 19.00 bis 20.30 Uhr

Was euch erwartet:

  • CGM und Bewegung: Welche Vorteile hat ein CGM-System bei körperlicher Aktivität?
  • Präsentation: Kontinuierliche Glukosemessung mit dem Langzeit-CGM-System Eversense XL
  • Anschließend: Viel Zeit für eure Fragen

Jetzt zu CGM und Bewegung anmelden

Segelfliegen mit Diabetes Typ1?! Julia will auch weiterhin abheben

Julia Kaiser hat kürzlich auf der Veranstaltung „Von der ICT zur Insulinpumpe“ von DIASHOP von ihren Erfahrungen berichtet. Sie liebt das Segelfliegen, doch mit Diabetes Typ 1 ist das in Deutschland nicht möglich. Sie hat eine spannende und zugleich sehr emotionale Geschichte zu erzählen. 

Unser Interview mit Julia Kaiser übers Segelfliegen

Julia, magst du dich kurz vorstellen?

Ich bin 30 Jahre alt, komme gebürtig aus Engelskirchen, wohne (Job- und Fortbildungsbedingt) in Rösrath. Ich bin im Luftsportverein Bergische Rhön Lindlar e.V aktiv. Ich arbeite als Entwicklungsingenieurin bei einem Kunststoffhersteller und interessiere mich sehr für das Thema Kunststoff Spritzguss, aber auch für die Technik der Segelflugzeuge, das jedoch im privaten Bereich. Meine absolute Leidenschaft und meine Freizeit ist definiert durch mein liebstes Hobby, das Segelfliegen. Jede freie Minute habe ich vor meiner Diabetes-Diagnose dem Flugplatz gewidmet.

Julia, seit wann und wie wurde der Diabetes bei dir diagnostiziert?

Das war 2019, wenige Tage nach der Prüfung meiner Segelfluglizenz. Vier Jahre lang ließ ich mich im Luftsportverein Lindlar zur Segelfliegerin ausbilden. 2019 bestand ich dann mit 28 Jahren die Prüfung. Mir kamen vor Freude fast die Tränen. Ich fühlte mich allerdings schon wenige Tage vor der Prüfung nicht wohl. Ich hatte Sehstörungen, Harndrang und Durst. Ich dachte an eine Grippe. Nach der Prüfung kamen Halsschmerzen, Erbrechen und schwere Atemnot hinzu. Letztendlich fand ich mich dann auf der Intensivstation wieder und bekam die Diagnose: Diabetes Typ 1. Zu diesem Zeitpunkt war meine Lizenz gerade irgendwo in der Post auf dem Weg zu mir nach Hause.

Das war sicherlich ein großer Schock?! Wie bist du damit umgegangen?

Ja, damit hatte ich nicht gerechnet. Ich war vor allem geschockt, als meine Fliegerärztin mir mitteilte, dass ich nicht mehr fliegen darf. Das ist meine größte Leidenschaft! Man teilte mir mit, dass Menschen mit Typ-1-Diabetes in Deutschland grundsätzlich die Flugtauglichkeit, das sogenannte Medical, aberkannt wird. Aber so schnell lasse ich mich nicht unterkriegen. Schließlich ist die Diabetestechnologie und das Diabetesmanagement schon weit fortgeschritten, Dank CGM-Systemen, Insulinpumpen und AID-Systemen ist das Risiko von Hypo- und Hyperglykämien deutlich reduziert.

Ich habe erst einmal etwas Abstand vom Flugplatz genommen, da ich das ganze verarbeiten musste. Ich hatte nämlich große Pläne geschmiedet: eigenes Flugzeug, Streckenfluglehrgänge besuchen, an Wettbewerben teilnehmen und einfach jede freie Sekunde in der Luft verbringen. Und von einem auf den anderen Tag sollte das alles passé sein. Das braucht Zeit und der Abstand hat mir erst einmal gutgetan. Jetzt bin ich aber wieder voll und ganz bereit für die kommende Saison. 

War das der Grund, warum du von der ICT auf die Insulinpumpe (Accu Check Insight Loop) umgestiegen bist, auch in der Hoffnung schneller wieder fliegen zu dürfen? Welche Vorteile bringt die Insulinpumpentherapie für dich? 

Mitunter, die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber die Insulinpumpentherapie bringt generell viele Vorteile mit sich. Ich hatte nachts/in den Morgenstunden erhöhte Werte und die habe ich mit der Insulinpumpe gut in den Griff bekommen. Ich schätze die Flexibilität, beispielsweise für die Bewegung im Alltag und bei den Mahlzeiten sehr. Ich kann den Bolus einfach und diskret per Knopfdruck abgeben und es sind keine Insulininjektionen mit dem Pen mehr notwendig. Mein Blutzucker bzw. meine Glukosewerte sind auch stabiler als bei der ICT-Therapie. Ich konnte schon im manuellen Betrieb (ohne Loop-Modus) deutliche Verbesserungen meiner Blutzuckerkurve verzeichnen.

Mit dem Einschalten des Loop-Modus, musste ich zwar sehr viel meiner Verantwortung und Überlegungen dem Manager übergeben und natürlich dem ganzen auch Vertrauen. Seitdem Loop-Modus gebe ich nur noch meine Kohlenhydrate in Gramm ein und meine sportlichen Aktivitäten. Alles andere übernimmt das AID-System und das braucht am Anfang viel Überwindung und Vertrauen. Solange ich dem System möglichst genaue und richtige Informationen übermittle, kann es die Blutzuckerwerte deutlich optimieren. Für mich ist das Loop-System eine große Bereicherung und es gibt mir viel Lebensqualität zurück. Wenn ich dann irgendwann noch wieder ins Cockpit dürfen sollte, hätte ich alles erreicht, um möglichst wieder ein Leben wie vor der Diagnose zu haben.

Was genau hast du unternommen, damit du deinem Traum vom Segelfliegen weiterhin nachgehen kannst?

Ich habe auf meinem Instagram-Account das Segelfliegen thematisiert und auf die Problematik aufmerksam gemacht, dass Menschen mit insulinpflichtigem Diabetes aus dem Cockpit ausgeschlossen sind. Daraufhin erhielt ich viele Nachrichten von anderen Typ-1-Pilot:innen. Wir haben uns vernetzt, eine Petition gestartet und diese bei der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) eingereicht. Mit Erfolg: Die EASA hat ein Forschungsprojekt ausgeschrieben, welches dazu beitragen kann, die Flugtauglichkeit in Zusammenhang mit Diabetes grundsätzlich neu zu bewerten. Im besten Fall entsteht dadurch ein Regelwerk zur Erteilung von Fluglizenzen an Menschen mit Diabetes.

Vielen Dank für das spannende Interview, Julia. Wirklich beeindruckend. Seid ihr selbst am Segelfliegen interessiert oder habt ihr noch weitere Fragen an Julia? Dann schreibt das doch gerne in die Kommentare. 

 

Von der ICT zur Insulinpumpe

Von der ICT zur Insulinpumpe (Online-Event am 5. März)

Von der ICT zur Insulinpumpe… Du überlegst, von der Pentherapie (intensivierte konventionelle Insulintherapie) auf eine Insulinpumpe umzusteigen? Dann gesell dich am 5. März 2022 in der Online-Event-Lounge www.diashop.digital zu uns. Was dich da erwartet? Du wirst auf viele Menschen aus der Diabetes-Community treffen, die auch umsteigen und/oder sich über Diabetes-Therapie-Möglichkeiten informieren möchten. Du kannst deine Fragen loswerden und dich mit anderen austauschen. 

Mehl dich jetzt noch schnell an: Anmeldung Online-Event: Von der ICT zur Insulinpumpe

Von 10.00 – 10.40 Uhr…
wird die Diabetesberaterin Daniela Lanig euch die Therapie mit der Insulinpumpe vorstellen und euch Tipps geben, damit der Umstieg von der ICT zur Insulinpumpe gut gelingt.

Von 10.40 – 11.00 Uhr…
wird Julia Kaiser (Typ-1-Diabetes) euch von ihren Erfahrungen erzählen. Ihr erfahrt, wie der Wechsel auf die Insulinpumpe praktisch abläuft, wie es ihr damit ergangen ist und warum sie sich für diesen Schritt entschieden hat. 

Ab 11.00 Uhr…

erwartet euch in der DIASHOP Event-Lounge eine herstellerneutrale Vorstellung der aktuellen Insulinpumpen, AID- und CGM-Systeme.

Im DIASHOP Raum könnt ihr eure Fragen an Daniela Lanig, Julia Kaiser und das DIASHOP Team loswerden.

Im DIASHOP Café könnt ihr euch mit anderen Teilnehmern austauschen. 

 

Hier findet ihr alle wichtigen Informationen zur Technik, bitte UNBEDINGT beachten: Technik-Check

Also anmelden anmelden nicht vergessen und wir sehen uns dann am 5. März 2022 in der Online-Event-Lounge www.diashop.digital  

 

 

zeitgemäßes Diabetes-Management Patienten-Interview

Für zeitgemäßes Diabetes-Management ist es nie zu spät – ein spannendes Patienten-Interview

Für zeitgemäßes Diabetes-Management ist es nie zu spät… Wir haben ein sehr spannendes Patienten-Interview mit Rainer Hackemann geführt. Er ist 80 Jahre alt, seit 2020 Witwer und hat seit 1985 Diabetes Typ 1. Er hat eine sehr außergewöhnliche, besondere Geschichte zu erzählen. Nach seiner Diabetes-Diagnose wurde er lange Zeit mit Tabletten behandelt. 

Jetzt mit 80 Jahren hat er sich entschieden vom Insulinpen auf die Insulinpumpe umzusteigen. Warum ausgerechnet jetzt, ob das die richtige Entscheidung war und ob er Gleichaltrigen auch dazu raten würde, diesen Schritt zu gehen, verrät er uns im Interview. 

Wie lange haben Sie schon Diabetes und wie wurde Ihr Diabetes damals nach der Diagnose therapiert? 

Mein Diabetes wurde 1985 von meinem Hausarzt festgestellt. Die Diabetes-Diagnose des Arztes war damals etwas dürftig und ich wurde mit Tabletten versorgt. Als mein Langzeitwert schlechter wurde, nahm ich auf Anweisung immer mehr Tabletten. Ohne nachhaltigen Erfolg. Obwohl ich mich gesund und ausgewogen ernährte, wurde mein HbA1c-Wert immer schlechter. (Heute bei 5,8%-6,0%) Ich hatte großen Durst, mein Körpergewicht reduzierte sich immer mehr, bis man 1999 in der Diabetes-Abteilung im Klinikum Wuppertal Diabetes Typ 1 diagnostizierte. Ich wurde erfolgreich auf Insulin umgestellt. Anfangs wurde die Basalrate noch dreimal täglich verabreicht, was für mich als Außendienstler etwas störend war, mit fortschreitender Insulin-Forschung aber einfacher wurde. 

Welche Therapieform wenden Sie aktuell an? Seit wann haben Sie Ihre Insulinpumpe und welche Insulinpumpe nutzen Sie?

Seit 2017 nutze ich das rtCGM-System Dexcom G5 und seit 2019 das rtCGM-System Dexcom G6. Dadurch haben sich meine stark schwankenden Blutzuckerwerte wesentlich verbessert. Seit Anfang Januar 2022 verwende ich das OmniPod DASH-System.

Was hat Sie veranlasst, jetzt mit 80 Jahren dann doch noch eine Insulinpumpe auszuprobieren, bzw. warum haben Sie sich nicht eher dafür entschieden?

An Insulinpumpen hatte ich schon von Anfang an Interesse. Eine Veranstaltung mit einigen Insulinpumpenträgern ließ mich aber davon Abstand nehmen, da die Katheter-Kanülen bei einigen Probanden Schwierigkeiten machten. Pen-Spritzstellen zu finden, wurde für mich mit der Zeit jedoch schwieriger. Ich wechselte die Spritzstellen nach Vorgabe, verwendete auch jedesmal neue Pen-Nadeln, bekam aber einige Lipome. Dadurch wurde das Spritzen und Auffinden möglicher Spritzstellen immer schwieriger. So kam es, dass ich mich auf die Suche nach einer geeigneten Insulinpumpe begab.

Bei einer Nachbarin sah ich im Sommer 2021 einen Omnipod am Oberarm. Der Omnipod ist eine Patch-Pumpe und schlauchlos. Das förderte mein Interesse. Ich hatte über den Omnipod DASH schon einiges recherchiert, war aber noch unentschlossen. Einen Demo-Pod hatte ich schon bestellt, um das Trageverhalten auszutesten. Die guten Erfahrungen der Nachbarin mit dem OmniPod veranlassten mich bei meiner neuen Diabetes-Praxis, dieses System zu hinterfragen und eine Verordnung einzureichen. Seit Anfang Januar 2022 verwende ich nun das Omnipod DASH-System.

Viele ältere Menschen, teilweise sogar jüngere Menschen haben Sorge, dass sie mit der Technik überfordert sind. Haben Sie sich gar nicht vor der Technik gescheut?

Die Diabetes-Praxis bereitete mich schon im Vorfeld bestens auf das Omnipod DASH-System vor. Die Schulung durch die Diabetesberaterin und die DIASHOP-Mitarbeiterin war intensiv und hervorragend. Sie ließ mich keinen Augenblick an meiner Entscheidung zweifeln. 

Hat mit dem OnmiPod alles auf Anhieb geklappt oder gab es Stolpersteine? Falls ja, welche waren das?

Nach dem ersten gemeinsamen Befüllen und Anlegen des Omnipod DASH vor Ort in der Praxis klappte es mit den folgenden allein. Mit Hilfe der Bedienungsanleitung ging es einfach von der Hand. Daraus entwickelte sich schnell eine Routine.

Sind Sie bis hierhin zufrieden mit der neuen Therapieform und welche Verbesserungen konnten Sie im Hinblick auf ihr Diabetesmanagement feststellen?

Mit der App „diasend“ werden meine Diabetesdaten von Dexcom Clarity und Omnipod DASH zusammengeführt und können gemeinsam abgerufen werden. Das Abrufen für Praxis und Verwender klappt online sehr gut und vereinfacht das Diabetesmanagement sehr. Wenn in absehbarer Zukunft die Systeme kompatibel sind, wird es sicher noch einfacher. Aber darauf sollte man nicht warten, sondern schon jetzt die Möglichkeiten nutzen, die vorhanden sind.

Würden Sie andere in ihrem Alter auch zu einer Insulinpumpe ermutigen. Denken Sie, dass Gleichaltrige auch gut damit zurechtkommen würden? 

Die Verwendung der Insulinpumpe kann ich schon nach kurzer Nutzungszeit jedem Interessierten bestens empfehlen. Man wird unabhängiger von der Spritzmöglichkeit des Insulinpens. Man kann schneller auf Blutzuckerschwankungen reagieren und einwirken. Das gibt einem ein verbessertes Lebensgefühl. Nach kurzer Pumpenverwendung fragt man sich: Warum erst jetzt? Mir fehlte sicherlich ein Mutmacher. Ich bekam den Anschub dazu von einer zufriedenen Anwenderin.

Jeder der ein Smartphone benutzt (iPhone oder Android) kommt mit der Pumpentechnik zurecht. Also bitte habt keine Angst vor der Pumpentechnik. Die Verwendung ist wesentlich einfacher als das umfangreiche Handbuch (im Vorfeld eingesehen) mir anfangs vermittelte.

Was würden Sie sich wünschen für ihr künftige Therapie? Könnten Sie sich sogar ein Loop-System vorstellen?

Wer möchte, kann nach erfolgreicher Einarbeitung auch über ein Loop-System, mit dem man die Steuerung des Blutzuckers automatisieren kann, nachdenken. Aber zuerst ist aller Anfang die Pumpe.

Wir bedanken uns herzlich für dieses spannende Interview. Ist Rainer Hackemann nicht eine inspirierende Persönlichkeit?